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Leben und leben lassen


Leben, hört man immer wieder, und leben lassen. Wer will der Unmensch sein, zu widersprechen? Die so reden, wären bestimmt milde Regenten, wären sie an der Macht, und liessen jeden gewähren. Das sieht man ihnen von weitem schon an. Einer wie der andere lieb, einer wie der andere gut, tupfgenau gleich. Schaffen immer das Gute, wo das Gute immer schon ist, blitzblank jeden Tag, jedes Jahr. Wollen mit ihren Muskeln nur spielen, man gönnt ihnen ja nichts.

Das Leben überlassen sie freilich den andern. Sie kommen nämlich garnicht dazu. Auch das sagen sie gerne: Sie hätten keine Zeit, um zu leben. Sie müssten arbeiten gehn und ihr Leben verdienen. So steht die Sache. Sie verdienen ihr Leben, aber haben es nicht. Sie verdienen nicht, was sie verdienen. Ruckediguh. Sie kommen völlig zu kurz. Mit leeren Händen stehen sie da. Und sind die reinsten Lebenichtse.

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