Demofrust
- Caspar Reimer
- 28. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Rojava! Schon wieder Rojava! Klingt irgendwie ausländisch, nicht? Ich jedenfalls kenne in der Schweiz keinen Herrn Rojava, keine Frau Rojava und auch keinen Ort, wo Rojava heisst. Sie vielleicht schon? Da ist die Frage bei aller Toleranz, von der es übrigens, wenn Sie mich fragen, in diesem Land weiss Gott genug gibt, doch berechtigt: Können die ihre Demo, die schon wieder die ganze Stadt lahmlegt, nirgendwo kein Durchkommen mehr ist, nicht zuhause in… Itschistan, in… Äthiopistan oder von mir aus in… Kurdistan (!) machen? Wegen denen ist jetzt mein Döner, wo ich mir beim Türken geholt habe und nachhause nehmen wollte, kalt geworden. Soweit sind wir schon!
Man will ja nicht als Rassist oder Ausländerfeind dastehen – nein, bin ich nicht! – aber die Frage ist doch erlaubt, oder, wie es anderorts heisst, «das wird man ja noch sagen dürfen»: Warum in aller Welt muss die Schweiz immer so lieb, so nett mit allen sein? Das ist doch eine Kuscheljustiz! Einfach eine Kuscheljustiz, mit der sich die Schweiz keinen Gefallen tut, aber unsere Regierung will halt überall gut dastehen und traut sich deshalb nicht, richtig gegen diese Demonstranten vorzugehen. Ein gutes Image ist ja alles und das Volk – es hat das Nachsehen, kommt zu spät zur Arbeit oder hat einen kalten Döner in der Tasche. Aber! Ich lasse mir nicht den Mund verbieten und frage deshalb: Würden die Leute sich in ihrem eigenen Land so benehmen? Herumschreien und Herumballern mit diesen Böllern, so dass Kinder und alte Leute zu Tode erschrecken? Ich bin mir sicher, dort, in diesen Ländern Heimatland, würden ganz andere Saiten aufgezogen. Ich habe nichts gegen Menschenrechte, ich bin ja kein Unmensch, wirklich nicht, aber irgendwo hört der Spass einfach auf. Sollen die doch in ihren Ländern gegen die Burka, das Kopftuch oder das Weissichwas demonstrieren, recht so, da haben sie meine Unterstützung, aber warum muss das hier in der Schweiz stattfinden? Müssen die denn nicht arbeiten wie jeder normale Mensch? Die werden ja auch Miete und Krankenkasse zu zahlen haben, oder? Also als Schweizer hat man doch gar keine Zeit, kommt man gar nicht dazu, um an eine Demonstration zu gehen. Da sei die Frage schon erlaubt um Himmels Willen: Warum haben die überhaupt so viel Zeit? Mein Dönerverkäufer beweist doch, dass man auch als Ausländer anständig sein kann.
Erst das Klima, dann Gaza, dann Rojava, was kommt als Nächstes? Und abgesehen davon geht die Demonstriererei doch auf Kosten der Allgemeinheit. Was da wieder an Steuergeldern verschleudert wird, um die Demo zu bewachen und den Verkehr umzuleiten. Dass es immer Leute geben muss, die ausscheren. Das verstehe ich einfach nicht –. Wäre ich Präsident der Schweiz, bald gäbe es keine Demo mehr. Soviel ist sicher.

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