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Der morgige Tag ist mein!

Grimmige Hitze weissagte Donnerwetter, Feuchte drückte die Sinne, seine Mitte riss entzwei und die beiden Teile wirbelten durcheinander im Höllenwind. Es geschah auf einer Sonntagsausfahrt, als statt der Einöde, im Kopf schon vorbei bevor angefangen, der Eklat kam. Die Grossmutter hatte sich einen Neuen zugetan, einen mit dem Heu im gleichen Oberstübchen, der sich im Zug lauthals dafür begeisterte, Klimaaktivisten, die sich auf die Strasse klebten, gleich selbst zu überfahren. Jemand müsse für Ordnung sorgen, während sich die Politik mit Kuscheln und Reden begnüge. Der Schwall brach den Damm über dem Fahrradfahrer ohne Licht, der Kopftuchfrau mit den zehn überfressenen Kindern und überhaupt dem ganzen Gesindel, das ohne Anstand ist. Er hatte die Gefahr gewittert, gehofft, es komme nicht schlimm, doch der Aufstand der Biedermänner war nicht zu halten, spritzte als Fontäne des Zorns aus den Tiefen verrosteter Verklemmung hervor, wurde zur Feuersbrunst und er sah die Männer wieder mit den Fackeln durch die Strassen marschieren. Die zwei Alten und die Bekannten drumherum traktierten sein Feingefühl mit Gummistiefeln. Seinen Vorsatz, den normalen Sonntagsmitläufer zu geben, seine Gefühle, die Mitte, über die Jahre angelegt, in milden Gewässern zu verankern, konnte er nicht mehr halten, Wut und Verzweiflung packten ihn grob am Kragen und schnürten die Kehle zu, ein Tier in Todesangst. Er sah sich schon schreiend, tobend, ausfallend, ganz der furiose Aussenseiter, der es niemals schaffen würde, im Gleichschritt zu bleiben. Doch war er nicht mehr der Jüngste, um sich die Blösse der aussichtslosen Konfrontation zu geben. So passierte es mit ihm, dass er aufstand, einen schönen Tag wünschte und die Sonntagsausflügler verliess. Er spürte noch deren verdutztes Erstaunen, einen Moment des Schweigens, der seinem Abgang galt. Als er allein war, kam der Wolkenbruch. Und Katzen fielen vom Himmel.

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