Der Wille zur Nacht. (Teil 3)
- Daniel Costantino
- vor 2 Tagen
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Eine Suite
III Man schlafe nur ein
Man schlafe nur ein, so dreht sich der Raum. Was oben ist, fällt, was unten ist, steigt. In langen Schienen der Asphalt zum Mond, weissgezogener Streif. Die Sterne rieseln auf Baumkronen herab. Wohliges Grollen, Stimmgabelfäden leicht und licht im Wettergelächter der Nacht.
Grüss Spitzensport! winkt eine Hand von einem mehlstaubenen Teppich kutschiert. Da öffnet Aha! eine Welt, wie sie ist, ein gestaltender Schoss in Lumpen gehüllt spreizt ein flektiertes Dickicht. Ewig der Hagestolz blendet im Rund, weit hebt Busch sich und Tal ein Laternenakkord, dem windend sich regenden, kehrenden, zwischenerwachenden Träumer entgegen.
Flüchtet euch nicht in den Hag, denn siehe, ich künde euch manche Debatte. Ein Senkdeckel gischt, ein grimmiger Toter kühnt auf, im Spalt der Gerichtshof zeigt sein Gesicht. Fratzefreund Hein, wohlan! es schlägt Wirbel auf Wirbel toskanische Hügel. Cherubinengestreich entlädt katzenquartett einem Meer seinen Schatz.
Bald dämmert einmal ist keinmal der Morgen, in modernen Kästen Glockengeläut, grünspitz geleitet und rot das jüngste Gericht zum Kongress. Lebkommen, ruft es millenienhaft, wes Äuglein lebkomm! Es ist für alle gesorgt. Getragen und stolz Delegiertenapplaus. Im tosenden Jubel zum Morgen geklatscht, man brandet und stampft, kickerickie an seidenen Nasen hängt hintertisch jetzt der Tag - und Tag! ach du möchtest verweilen in Labsal und Raum.
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