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Stempeluhr

Die Stempeluhr ist wichtiger als die Arbeit an sich. Ohne sie gibt’s nur Vertrauen, aber keine Gewissheit. Die Arbeit ist kein Ringelpiez, schon gar keiner zum Anfassen. Sie ist Seriosität und Seriosität ist Stempeluhr.


Ob einer die Probezeit übersteht, hängt im Wesentlichen davon ab, wie er es mit der Stempeluhr hält. Geht’s nicht gut, leuchtet’s rot und alle können es sehen! Das sollte übrigens, lässt man die Uhr weg, jeder wissen: Ohne Stempel ist man vielleicht ein halber Mensch, aber wohl kein Bürger und mit Sicherheit kein Angestellter. So einfach ist das.


Man konnte ihm, obschon er fest lieb war und ganz viel machte, nicht vertrauen, weil die Stempeluhr keine Gewissheit hatte. «Wo mehr rot als grün ist, fehlt die Transparenz», sagte die Chefin zu ihm. So waren die Fakten, hart und gar nicht lieb. Zwar stempelte er schon, aber eben nicht so, wie alle anderen das machten. Als hätten sie das Stempeln mit der Muttermilch gesoffen!

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