top of page

Tuenichts

War er nach Feierabend allein und gab es nichts zu tun, überkam ihn die Angst. Er gierte nach etwas Koks oder einer Flasche Wein. Sich selbst auszuhalten, etwas mit sich anzufangen, schien ihm unmöglich. Sicher wähnte er sich an der Seite eines Freundes. Gemeinsam saufen. Das war etwas anderes.


Die Zeit fürs Nichtstun war ohnehin rar, ein paar Stunden die Woche. Tag für Tag, Abend für Abend unterwegs. Irgendwo mit irgendwem für irgendwas. Das hat er so eingerichtet. Um einen Absturz zu vermeiden. Fiel etwas ins Wasser, war immer eine Alternative da.


Heute kann er es. Nichts tun. Einen leichten Drang spürt er dabei noch immer. Die Leere irgendwie füllen. Möglichst masslos. Sich aus dem Staub machen. Doch er redet sich gut zu. Sei vernünftig. Lies ein Buch. Und denk an den nächsten schönen Tag.

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Die Sprachkritik im Hinterhof

Teil III (Schluss) Alles nicht wahr, alles nicht wahr! kreischte es mit einem Mal aus heiserem Munde und so laut, dass sich der Rezensent, der gleich daneben sass, die Ohren zuhielt. Im Widerschein

 
 
 
Die Sprachkritik im Hinterhof

Teil II Unschlüssig, ob er entgegnen oder schweigen solle, da sein Gegner jetzt innehielt und sich erschöpft am Tisch aufstützte, langte der Rezensent in seine Jacke, fand dort ein Päckchen Tabak und

 
 
 
Die Sprachkritik im Hinterhof

Teil I Über dem Satz „Der Verwalter des kleinen Hotels, in dem ich wohnte, wollte es renovieren“ entbrannte in einer Abendgesellschaft unter zwei Koryphäen ein Streit. Es hatte ihn ein Rezensent auf d

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn

©2020 Reimers Blog. Erstellt mit Wix.com

bottom of page