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Unser täglich Brot

14. Juli 2021
1 Min. Lesezeit

Man sollte Information nicht überbewerten. Sie kommt immer aus zweiter, aber nur selten aus unschuldiger Hand.


Mit zwanzig lacht man über die absurden Ideen der Patrioten. Mit fünfzig erschrickt man, wenn man hört, dass sie Einbürgerungen widerrufen wollen.


Mehr als das Ideale und Ideelle bilden Hader und Gezänk den Kitt des Zusammenseins. Nur die Todesanzeigen vermitteln einen anderen Eindruck.


Ob Gott existiere oder nicht, könne man nicht wissen, sagt ein ehemaliger Pfarrer im Fernsehen. Aber dass der Mensch das klügste Wesen im All sei, das weiss er dann ganz genau.


Ich vergesse den kleinen Jungen nicht, wie er am Grab seiner Mutter stand und nicht wusste, ob er zu Boden schauen solle oder zum Himmel hinauf.


Neuerdings vertragen sich meine beiden Nachbarn ganz gut. Seit ich nämlich beide mit meinem Klavierspiel ärgere.



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1 Kommentar

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az.hr
15. Juli 2021

ein gemeinsamer feind vereint. das machten seit jahrhunderten könige sich zunutzen und in der neuzeit erleben wir, wie diktatoren und möchtegern-alleinherrscher versuchen, von ihrer eigenen unfähigkeit oder habgier damit abzulenken, indem "fremde mächte" beschuldigt werden, an den miseren im eigenen land schuld zu sein. so weit, so schlimm. nur noch schlimmer ist, dass es manchmal jahre oder gar jahrzehnte dauert, bis die bevölkerung dies durchschaut und solchen anführern/präsidenten/befreiern (und wie sie sich auch sonst noch nennen mögen) nicht mehr hinterherrennt.

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