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Dankbarsein

Aktualisiert: 9. Mai

Dankbarsein muss der Mensch. Dem Arbeitgeber, der bei Krankschreibung immer wieder ein Auge zudrückt, dem Unternehmer, der ihm selbst Unternehmungen ermöglicht, dem Staat, der ihn trotz Invalidität nicht verhungern lässt, dem Reichen, der ihm den Wohlstand generiert, dem Macher, ohne den doch gar nichts ginge, der Krankenkasse, die ihm für einmal die Mahngebühr erlässt, dem neuen Vermieter, der nur zwei statt drei Zinsen im voraus will, dem Discounter, bei dem es viel für wenig gibt, dem Bischof, der ihn trotz seiner perversen Präferenzen segnet, der KI, die ihm manche Mühsal erleichtert, dem Müllmann, der ihm den Dreck wegputzt, und nicht zuletzt dem Soldaten, der für das Ganze gegen die Barbaren in die Bresche springt und bedeute dies seinen Tod. Und wehe dem Zauderer, dem Drückeberger, dem Undankbaren. Machen die Mächtigen wieder auf Krise, ist er in Verdacht. Der Mensch lebt in Schuld der Herrschaft, die ihn nährt, trägt und ihm die Freiheit schenkt. Es liegt ganz bei ihm, Chancen und Möglichkeiten zu nutzen, selbst seinen Teil beitragen. Damit das Leben so schön bleibt, wie es ist.

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