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Freundschaft

9. Sept.
2 Min. Lesezeit

    Freundschaft fällt einem zu. Doch hüte sich, wer Kamerad sein will (muss).

    (April 2018)

 

    Unter Freunden muss man besonders vorsichtig lügen. Aber sie sind es einem wert.

    (Juni 2017)

 

    Lob macht mich ungeduldig, ich möchte richtigstellen. Tadel langweilt mich, das könnte ich besser.

    (August 2009)

 

    Beim Gefühl, jemand möge, ja: liebe mich gar, sofort das Bedürfnis, Irrtümer zu orten.

    (Oktober 2020)

 

    Ich bin nachtragend, aber ich trage in der Weise eines Dieners nach: Es ist etwas Behutsames dabei.

    (Dezember 2000)

 

    So verläuft das Leben: ganz beiläufig. Nur manchmal trifft man auf Aufmerksamkeit, findet man sich im Gerede der Leute wieder.

    (März 2011)

 

 

    Glück und Sorgen

 

    Ein Optimist scheint mir einer zu sein, der bei jeder Gelegenheit seine Zuversicht an den Mann bringen muss. Er bringt die Heiterkeit in Verruf.

    (Oktober 2019)

 

    Glück beschreiben ist ein bisschen wie auf gut Glück mit dem lieben Gott reden.

    (Juni 2008)

 

    Wir suchen doch eher den Genuss als das pure Glück. Glücksuche, das geht hoch zu Ross und ist in Märchen zu finden.

    (August 2009)

 

    Oft bleibt nur ein vages Unglücklichsein. Damit kann man leben wie mit einem leichten Schnupfen, der einem gerade noch erlaubt, Gerüche wahrzunehmen.

    (Dezember 2016)

 

    Kopf tief, mein Freund! Es gibt immer Gründe für Niedergeschlagenheit. Wenn auch nie den einen.

    (Juni 2014)

 

    Alter Grantler! Gib doch zu, dass es mehr gibt, was dir Spass macht, als dein Klagen vermuten lässt. Aber eben, es hadert sich so schön, gell?

    (Mai 2014)

 

    Unser aller Sorgen haben letztendlich nichts miteinander zu tun, auch wenn wir glauben, ein sorgenvolles Gesicht deuten zu können.

    (Juni 2019)

 

    Was macht eine Zuversicht, wenn sie beiläufig ist? - Sie lässt gewähren.

    (August 2020)

 

    Die tiefe Zufriedenheit beim Würstchenessen, mit oder ohne Gesellschaft. Aber, wenn möglich, mit Kartoffelsalat.

    (September 2012)

 

    Während ich mir über ein Miss- oder Unverständnis Klarheit zu verschaffen suche, melden draussen die Glocken, dass alles in Ordnung sei.

    (Dezember 2015)

 

   

    Redensarten

 

    Wann immer von „Menschen wie du und ich“ die Rede ist, träume ich mich flugs in Meerestiefen, um dort meinesgleichen zu suchen.

    (März 2008)

 

    „Ich hab’s doch nur für dich getan.“ - Ein Ausspruch, der entwürdigend ist, für beide.

    (Februar 2017)

 

    „Man hat sich aus den Augen verloren.“ - Eine Wendung für (verzeihliche?) Gleichgültigkeit.

    (September 2015)

 

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