Gedanken im Herbst
Voran kommt, wem es zu langsam, stehen bleibt, wem es zu schnell geht im Leben.
Jetzt ist es Herbst und man kann im Park sich vertun. Und vielleicht manches verpassen, wenn man zu lange dort sitzt oder gerade weil man zu zeitig davonstrebt und jemand wäre gekommen, hätte sich hingesetzt und gewartet auf einen.
Mittags beim aschenen Brunnen haben sich Schüler getummelt, geraucht, setzten sich auf den Rand. Man sah das Sonnenlicht perlen über dem Becken. Jetzt schwärzt sich am Sockel der Kies.
Die Einen arbeiten, die Anderen langweilen sich. Wiederum Dritte langweilt die Arbeit.
Und auf den Stationen kommen die Dementen langsam zu Tode. „Ja“ können viele noch sagen, auch „Danke“ vielleicht. Zuletzt spenden Pflegeroboter ihnen den Trost. Und Silikon streicht um ihre alten Gebeine.
Aufbruchstimmung ist das Unerwartetste, was dieser Zivilisation widerfahren könnte.
Stattdessen Kriegstüchtigkeit. Sie braucht den Krieg wie die Geschäftstüchtigkeit das Geschäft.
Der Sieg aller Moral heisst KI. Ihr Triumph. Ganz konsequent.
Ich werde sein liegt weit zurück. Ich bin gewesen steht noch aus. Die Zeitformen kennen das Leben nicht.


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