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In die Winden gelegt


Der Erkenntnis, dass das Wetter draussen stattfindet, folgt die Einsicht, dass es nicht anders kann, auf dem Fuss; und dass es unmöglich ist, ihm eine Vernunft beizubringen, versteht sich von selbst. Lächerlich, es mit heiliger Inbrunst zu beschwören - es macht, was es will.

 

So wie das Wetter macht es die Demokratie: etwas braut sich zusammen, staut sich, entlädt sich. Etwas Politisches scheint wie die Sonne und platzt doch als ein Gewitter hernieder. Auch die Demokratie macht, was sie will und wie sie nicht anders kann.

 

Ausser der Physik kommt der menschliche Geist hier ins Spiel, der menschliche Geist und sein Wille zur Macht: ein Geblase aus lauterer Wahrheit und den Schleierwolken der Lüge; ein Spiel der Ränke und ein Monsun der Rechthaberei, der sich fruchtbar über die Länder ergiesst; und die Vorboten der Sintflut, die sein stetes Friedenstamtam am meisten befördert.

 

*

 

Der mit dem Schwanz bewedelt, was er kriegt, und anknurrt, wen er soll. Der, im Leben an der Leine, manchmal greint im Traum. Und täglich brav an seinem Knochen kaut. Gestatten: Mensch, Ebenbild des Hundes, welchen er sich schuf - zum Ebenbild.

 

Vom Himmel ist noch kein Gott herabgestiegen; aber wir, um unsterblich zu sein, in den Himmel hinauf. Die Götter sind unsereiner und strotzen vor Kriegslust.

 

*

 

Pazifist und Patriot?

Schlagt den Lügner tot.

 

Ich bin deine Atombombe. Du sollst keine fremde Atombombe neben mir haben.

 

*

 

„Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa dass Menschen, die doch einmal sterben müssen, darin umkommen?“

Der heilige Augustinus, 354 - 430, christlicher Kirchenlehrer der Spätantike.

 

 

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