top of page

Kurz gesagt


Wissen & Wahrheit

 

    Ich weiss, dass ich nichts weiss. Über wieviel Wissen (ungefähr) kommt man zu diesem Befund?

    (Dezember 2013)

 

    Weisheiten: Meistens versäuseln sie vor dem Verstand, der, hungrig geblieben, weiter döst.

    (August 2015)

 

    Dauernd hat er’s mit der Wahrheit, hat er was mit ihr vor oder im Sinn: Ihm ist nicht zu trauen.

    (November 2011)

 

    In einem Gespräch sollte man nicht immer den Zweifel im Nacken spüren. Es sollte, was man sagt, einfach passen, schicklich sein.

    (Dezember 2020)

 

    In einer guten Lüge ist die Wahrheit mit Händen zu greifen.

    (August 2017)

 

    Man hat oft ein unangenehmes Gefühl, wenn von einem „glänzenden Denker“ die Rede ist. Er macht wohl andauernd funkelnagelneue Gedanken.

    (November 2012)

 

    Selber ein mässig begabter Geist zu sein, kann man wohl gerade noch selber erkennen (einsehen). Oder?

    (November 2020)

 

    Wenn das Gedächtnis schwindet, schwindet dann auch die Gedankenfreiheit - in irgendeiner Weise?

    (Datum?)

 

    Es wäre schön und hilfreich für den Vergesslichen, wenn er über das jeweils Vergessene etwas sagen (zu Protokoll geben) könnte.

    (Mai 2006)

 

    Er freut sich über jedes Wort, von dem er geglaubt hat, er hätte es vergessen.

    (August 2007)

 

 

    Kontingenz

 

    Die Laune ist das lautlose innere Plätschern der Kontingenz. Markante Charaktereigenschaften geben nur scheinbar Halt.

    (Dezember 2016)

 

    Man könnte sagen, dass zwar alles kontingent sei, aber doch alle meine kontingenten Momente auf mich zugeschnitten seien: Mein Leben fällt nicht auseinander.

    (Januar 2023)

 

 

    Moral

 

    Von Vielem haben wir ein Wort, ohne die „Sache“ zu kennen, z. B. „Gerechtigkeit″. Aber man kann sich beraten lassen.

    (September 2014)

 

    Zuviel Moral verengt das Denkvermögen. Wer unentwegt (moralisierend) fordert, wird intellektuell langweilig.

    (Oktober 2020)

 

    Man könnte sich täglich ein paar Imperative vorgeben, z. B. sowas wie „Seufze nie unüberlegt!“

    (Mai 2015)

 

    Alles Übelwollen schlägt auf einen selbst zurück. Soviel Aberglaube muss sein.

    (August 2014)

 

    Worin liegt der Unterschied zwischen „verzeihen“ und „darüber-hinweg-sehen“? Vielleicht darin, dass bei letzterem das Schandhäufchen liegenbleibt.

    (Juni 2014)

 

    Verbalinjurien: Das Nachdenken setzt aus, aber die Worte wollen gesagt sein. Dringend.

    (März 2013)

 

    Heftig fluchen und dabei (irgendwie) Gott meinen - wie lächerlich! Verbalinjurien gegen die causa prima!

    (März 2021)

 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Notizen 14

Er lässt sich gern vom Ausländer, den er im Grunde verachtet, im Restaurant bedienen und geniesst dessen unterwürfiges Gehabe. Den grössten Gefallen findet er in der Willfährigkeit und im Bemühen des

 
 
 
Religionen

Jede Religion muss von sich behaupten, die einzig wahre zu sein. Die Gläubigen einer jeden haben ihre Häuser für Gebete und Rituale. Ein „Haus der Religionen“, wie es das beispielsweise in Bern gibt,

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn

©2020 Reimers Blog. Erstellt mit Wix.com

bottom of page