top of page

Reichland

28. Juni 2023
1 Min. Lesezeit

Geld ist hierzulande eine Selbstverständlichkeit. Es geht den Menschen gut. E-Bikes der Bestklasse und Geländewagen für ein Heidengeld sind auf den Strassen so selbstverständlich, wie die vor den putzigen Vorgärten hockenden, wohlgenährten Katzen. Wer sich solches nicht leisten kann, gibt sich in der Lässigkeit, wie sie reichen Leuten eigen ist. Keinesfalls den Eindruck von Verwunderung oder Missmut erwecken. Manche gehen mit gesenktem Blick, rechnen vor sich hin, ob das Ersparte reichen, wieviel Monatslohn für dies und jenes draufgehen wird. Luxus ist so weit verbreitet, allgegenwärtig, dass er nicht als Diebstahl oder als Demütigung, nicht einmal als Protz erscheint. Er ist einfach da. Niemand schert sich um die gesalzenen Preise. Es scheint beiläufig zu erwähnen, dass dies oder jenes teuer sei. Bezahlt wird so oder so. Lieber lässt man sich über Leute aus, die den Müll einen Tag zu früh vor die Tür stellen oder von der Wohlfahrt leben, als am Gitter des goldenen Käfigs zu rütteln, in dem man lebt.


Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Freundschaft

Freundschaft fällt einem zu. Doch hüte sich, wer Kamerad sein will (muss). (April 2018) Unter Freunden muss man besonders vorsichtig lügen. Aber sie sind es einem wert. (Juni 2017)

 
 
 
Denken und so

I „Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden.“ Und einen Gedanken? Denken heisst für gewöhnlich, sich nach einer Ordnung zu richten. Was in einem Kopf sich erzeugt, hat ihr dienlich

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn

©2020 Reimers Blog. Erstellt mit Wix.com

bottom of page