Religionen
- Roland Müller
- vor 17 Stunden
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Jede Religion muss von sich behaupten, die einzig wahre zu sein. Die Gläubigen einer jeden haben ihre Häuser für Gebete und Rituale. Ein „Haus der Religionen“, wie es das beispielsweise in Bern gibt, ist irgendwie befremdlich - eine naiv inszenierte Ökumene. Wie auf dem Rummelplatz sind sozusagen Buden an Buden gereiht und zeigen ihre Kulte: lauter absolute Ansprüche als „tableaux vivants“ des ewigen Friedens.
(2022)
Atheismus & Aberglaube
Brennende Atheisten sind geistig (geistlich?) überfordert. Sie müssen dezidiert leugnen, um an jenem bestimmten „Gegenstand“ vorbei klar denken zu können.
(2005)
Bekennende Atheisten reden (oft) im Tonfall von Angebern.
(2007)
Wer Gott für tot erklärt, ihm also sozusagen den Totenschein ausstellt, muss sich den Vorwurf der Amtsanmassung gefallen lassen.
(2011)
Anders als Gläubige, die eben glauben, haben Atheisten „bloss“ eine Art Gewissheit, für die sie allerdings haufenweise Indizien aus der Mütze zaubern.
(2018)
Aberglaube: Nichts passt zusammen, aber man weiss Bescheid.
(2019)
Bilderverbot
Die monotheistischen Religionen verbieten aus gutem Grund Bildnisse transzendenter Erscheinungen oder eben gerade Nicht-Erscheinungen - da transzendent. Kein Bild also von Gott und Prophet.
Und erst recht keine Karikatur.
(2012)
Ist das eine Schmähung des Propheten, wenn man ihn zeichnet? - Andererseits: Soll man immer und immer wieder ein bärtiges Gesicht zeichnen und „Mohammed“ darunterschreiben? Wer findet das eigentlich lustig?
(2015)
Man darf ja Bildnisse erstellen noch und noch, doch eben bloss nicht von Propheten und anderen Jenseitigkeiten, die unter dem harten Strich des Stifts ihre heilige Undeutlichkeit verlieren könnten.
(2015)
Es gibt auch für die Karikatur ungeeignete Sujets, die man erspüren muss.
(2016)

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