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Von Herrschaften und Freiheiten

Das Volk braucht Struktur, ist es doch verloren wie ein Rudel im Moor, es sucht die Herrschaft, die ihm zeigt, wo’s langgeht und es liebt die Flagge, die ihm Leiden schafft. Begehrt das Volk einmal wieder auf, zündet der anarchistische Funke, der sich zeigt in Plünderung, Demontage und Abriss der Götzen, doch geht bald alles seinen gewohnten Gang, die Herrschaft wechselt ihren Besitzer und die Flagge ihre Farbe. Was dann kommt, ist Freiheit.


Freiheit und Democracy: Die Freiheit des Marktes, die Freiheit des Handels, der Werbung und des Konsums, die Freiheit der Bürger, der freien Fahrt, die Freiheit der Wahl, des Werts, des Worts oder jene der Meinung, die Freiheit der Presse, der Bank und des Kapitals, die Freiheit des Vertrages, die Freiheit der Arztwahl und natürlich (sehr wichtig!) jene der Krankenkasse, die Freiheit der Arbeit und auch des Erwerbs, jene des Rechts und jene der Strafe. Kurz: Das Volk kann sich vor lauter Freiheiten kaum retten!


Die Propagierung von Freiheit im politischen Mainstream entlarvt deren Abwesenheit. Welcher moderne Mensch ist denn so vogelfrei, sich zu entfalten, ohne zuvor Kapitalinteressen abzuwägen? Sich solcher Zwänge zu entledigen, wäre eine Ahnung von Freiheit.

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