Wunder & Heilige
- Roland Müller
- vor 3 Tagen
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Wunder kennt man nur vom Hörensagen -
Man.
(2009)
Der Kranke tut gut daran, nicht an ausserordentliche Heilung zu denken. Gewöhnliche (gesunde!) Hoffnung muss ausreichen. Sollte die Heilung wie ein Wunder aussehen, lassen Sie sich von ihrem Arzt beruhigen.
(2018)
Nichts hindert den Gläubigen daran, in Wundern nichts Kurioses zu sehen. Er kann sogar fest davon überzeugt sein, nicht zum Narren gehalten zu werden. Einem Bekennenden zeigen sich Glaubensinhalte und -phänomene als Ganzes, während der Zweifler alles en détail sieht.
(2018)
Wenn der Papst jemanden heiligspricht, was bedeutet das - für Gott?
(2019)
Tod & Auferstehung
Wenn mal wieder ein Bekannter gestorben ist, hat man oft so alberne Gedanken wie „hat’s nun also den erwischt“, als wäre er in einer von wem auch immer erstellten Todesreihenfolge vor mir platziert worden. Oder als gäbe es diesen Tod wirklich, der da umhergeht und einsammelt. Natürlich kommen solche Gedanken mit nur halbem Ernst auf, und sie haben auch etwas Schelmisches an sich, das die Nachdenklichkeit verbietet und auch den geforderten vollen Ernst, der dem Tod sein böser Geselle ist.
(2018)
Im Alter denkt man natürlich etwas häufiger an den Tod. Man fragt sich vielleicht, ob man, wenn man tot ist, immer noch mehr gemein hat mit den übrigen Menschen, als einer von ihnen, einfach als gestorbener, oder doch eher mit den übrigen Kadavern. Gehört man noch zur Menschenwelt oder einfach zu allem, was da vermodert, da immerhin unter Lebendigem, gut aufgehoben im Krümeligen.
(2019)
Wie immer man es mit Gott hält, bei Abdankungen denkt man so oder so an Ihn. Aber halt doch vor allem an sich selber in dieser Situation. Und schliesslich natürlich an jenen, der einem nun Trauer abverlangt. Sozusagen selbdritt begibt man sich in den Gasthof, wo mit halber Feierlichkeit die Tische gedeckt werden.
(2011)
„Ich werde ihn im Himmel wiedersehen.“ - Dieser Satz ist altes Brauchtum, wenn auch ohne Anspruch auf spürbaren Trost.
(2019)
Seltsam, dass mir zu „Seele“ spontan „betrübt″ einfällt, wenn nicht gar „zu Tode betrübt“.
(2016)
Er machte noch viele Geschenke, half auch diesem und jenem bei irgendwelchen Verrichtungen, bevor er seinem Leben ein Ende setzte. Er wollte wohl die Zeit bis zum „Ereignis“ noch sinnvoll nutzen.
(2013)
Wie auch immer ich zu den biblischen Texten stehe, Verfilmungen dieser Geschichten lass ich nicht gelten - insbesondere das Leben Jesu Christi mit seinem offenen Ende (?). Bis zur Grablegung könnte sich ein leidlicher Schauspieler durchmogeln. Aber die Auferstehung; wie stellt ein Sterblicher einen Auferstandenen (pardon: d e n Auferstandenen) dar? Es könnte sein, dass er in seiner Unbeholfenheit mit einem Auge zwinkerte.
(2019)
„Der Herr ist auferstanden!“, rief einer, im Tonfall wie „Extrablatt!“
(2014)

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