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Zwei Männer zum Liebhaben

Wer das Gute will, darf das Böse nicht fürchten. Zu letzterem gehört Karim Kahn, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Der Finsterling hatte gegen den israelischen Premierminister Netanyahu einen Haftbefehl veranlasst und plante Ermittlungen gegen die Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir. Er tat dies skrupellos und obschon ihn Politiker aus den USA und ein Anwalt aus Israel ganz lieb dazu eingeladen hatten, sein Verhalten zu ändern. Dass ihm und seiner Frau letztendlich mit «persönlichen Konsequenzen» gedroht werden musste, sollte er keine Einsicht zeigen, mag unschön erscheinen, ist aber im Einsatz für das Gute mehr als gerechtfertigt. Welchen Schlages dieser Mann ist, wurde Gott sei Dank für alle Welt offensichtlich, als neulich rausgekommen ist, dass Kahn eine Mitarbeiterin zu einer sexuellen Beziehung gezwungen hatte. Seither ist der Strafgerichtshof da, wo er hingehört: in einer tiefen Krise.


Trump und Netanyahu, beides Männer, die schwere Bürden tragen. Niemand kann den Holocaust ungeschehen machen, doch einer kann verhindern, dass so etwas wieder passiert. Was sind schon 62 000 Tote im Gazastreifen, mehr als die Hälfte davon noch grün hinter den Ohren, gegen sechs Millionen ermordete Juden? Gegen die beispiellose Geschichte des Judentums, das seit mehr als 2000 Jahren um seinen auserwählten Platz an der Mittelmeersonne kämpft und der aufgeklärten Welt die Barbaren vom Leibe hält? Dass die Weltöffentlichkeit sich aber so auf das Leid eines kleinen Volkes fixiert, Vertriebene, die kaum jemand kennt, an Israel jedoch kein gutes Haar lässt, zeigt doch, wie tief der Antisemitismus in den Herzen aller Menschen sitzt. Für Benjamin Netanyahu muss dies eine tiefe Kränkung sein, von der er sich aber freilich nicht beirren lässt.


Nun scheint es aber, als ob sich doch alles zum Guten wendet. In der grossen Politik ist es wie im privaten Leben: Manchmal muss man untendurch, manchmal sogar fast durch die Hölle. Man mag Donald Trump vorwerfen, er habe etwas lange gewartet, doch ein Mann wie er, dessen Genialität von vielen Neidern auf bösartige Weise verkennt wird, hat schliesslich den ganzen Tag viel um die Ohren. Mit seinem Friedensplan für Gaza zeigt er nun aber dem letzten Zweifler, dass er den Friedensnobelpreis wirklich verdient hat. Ich persönlich freue mich schon auf das Ferienparadies, das auf den Ruinen Gazas entsteht.

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