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Reimers Blog
Wöchentliche Texte von
Caspar Reimer
und Daniel Costantino
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Demofrust
Rojava! Schon wieder Rojava! Klingt irgendwie ausländisch, nicht? Ich jedenfalls kenne in der Schweiz keinen Herrn Rojava, keine Frau Rojava und auch keinen Ort, wo Rojava heisst. Sie vielleicht schon? Da ist die Frage bei aller Toleranz, von der es übrigens, wenn Sie mich fragen, in diesem Land weiss Gott genug gibt, doch berechtigt: Können die ihre Demo, die schon wieder die ganze Stadt lahmlegt, nirgendwo kein Durchkommen mehr ist, nicht zuhause in… Itschistan, in… Äthiopi
Caspar Reimer
vor 11 Stunden2 Min. Lesezeit
Von Welt und Schlaf
Wie wenig weiss man vom Schlaf ohne Traum. Man nimmt ihn nur an den Rändern wahr, dämmert hinein, versinkt, dämmert wieder herauf. Ein Fetzen Tuch, ein blasses Blau, wie ein Hampelmann spreizt man die Glieder. Dann wird man vom Räderwerk des Tages gepackt und seinem pedantischen Ablauf hundertmal, tausendmal, immer ganz gleich, nichts davon ist des Aufhebens wert. Mit hängender Schulter isst man abends sein Brot. Wie schadlos dagegen existiert man im traumlosen Schlaf. Keine
Daniel Costantino
vor 12 Stunden2 Min. Lesezeit
Hicks und Klicks
Ein Trip auf online Es soll ja sein, man informiert sich: Trump gestartet, hipp, Trump gelandet, klick. Jetzt ist er grad in Davos. Yippee! Gott ist stolz auf Trump. Auf Amerika regnets money, Rosen auf Davos. Und auf die Medien Klicks. Hicks! Denn immer findet jede Zeitung damit grössere Verbreitung. Wie Maden im Speck. Dass sie draufhaut und frisst, womit man sie stopft. Vorallem online. Doch wenn er grad einmal nicht kann - spielt er noch Golf? - und für Gaza und Grönlan
Daniel Costantino
21. Jan.3 Min. Lesezeit


Notizen 11
Die Politik ist schlimm. Die Berichterstattung darüber noch schlimmer. Internationale Politik reduziert sich derzeit auf den Machtrausch einiger Weniger. Das Volk ist dank Liveticker hautnah dabei. Der Führerkult ist längst wieder da. Das Traurige dabei nicht der Führer an sich, sondern die Masse, die ihm huldigt. Und die Medien, die ihm an den Lippen hängen. Nicht die grosse Politik ist surreal, sondern die Vorstellung, diese müsse sich um die realen Probleme der Menschen kü
Caspar Reimer
21. Jan.1 Min. Lesezeit


Raucht sie tot
Das Rauchen trügt mit dem Nimbus der wilden Zeit, als sich niemand drum scherte. In den Gasthöfen, in den Spelunken, in den Zügen, im Auto wurde geraucht ohne Ende, und der Rauchende, selbst ein unsympathischer, wurde geehrt und geachtet. Das Rauchen, gesellschaftlicher Konsens, gehörte einfach dazu, für den rechten Mann sowieso, später auch für die emanzipierte Frau. Das Rauchen war also keine Sache von Freiheit, als vielmehr eine der Mode, der gesellschaftlichen Konvention.
Caspar Reimer
14. Jan.1 Min. Lesezeit
Der Wille zur Nacht. (Teil 3)
Eine Suite III Man schlafe nur ein Man schlafe nur ein, so dreht sich der Raum. Was oben ist, fällt, was unten ist, steigt. In langen Schienen der Asphalt zum Mond, weissgezogener Streif. Die Sterne rieseln auf Baumkronen herab. Wohliges Grollen, Stimmgabelfäden leicht und licht im Wettergelächter der Nacht. Grüss Spitzensport! winkt eine Hand von einem mehlstaubenen Teppich kutschiert. Da öffnet Aha! eine Welt, wie sie ist, ein gestaltender Schoss in Lumpen gehüllt spreizt
Daniel Costantino
14. Jan.1 Min. Lesezeit


Die Steuererklärung
Neulich erzählte mir ein Freund, er fülle seit Jahren keine Steuererklärung aus. Zwar habe er sich vorgenommen, es in diesem Jahr zu tun, deswegen eine Notiz auf den Esstisch gelegt, doch wieder sei nichts draus geworden, er liess die Frist verstreichen. Der Freund zündete sich eine Zigarette an und fügte, wie um das Thema abzuschliessen, hinzu: «Und ist die Frist verstrichen, ist die Sache erledigt.» Ich war perplex und bekümmert über den Weg, den mein Freund eingeschlagen h
Caspar Reimer
7. Jan.2 Min. Lesezeit
Der Wille zur Nacht. (Teil 2)
Eine Suite II Die Augen zu Spüren, dass die Augen zu. Dass Halsgegend abwärts der Geist still ein rieselndes Denken. Etwas Fallendes, Kreisendes, fast Steigendes wieder. Im Weltall vielleicht das Ende vom Lied. Erst Welle und Licht, Well‘ oder Licht, Welle und Licht, beides oder beides zusammen, nichts ist zu riechen. Nichts zu entscheiden. Sie atmen nicht, sie lachen nicht, und sie haben keine Seele. Sie atmen zwar, meine Dame, Sie lachen zwar, mein Herr, aber haben Sie eine
Daniel Costantino
7. Jan.2 Min. Lesezeit
Der Wille zur Nacht.
Eine Suite I Worte eingeben Worte eingeben, Worte ausstossen. Worte bereiten, Worte ausschaffen. Worte eingeben, Worte bewahren und drehen und schöpfen. Worte haben und weghaben. Worte geben, Worte halten und Worte bereuen. Wörter und Worte, Bewegung und Gegend. Auf und ab ein sprudelnder Bach ohne Quell. Ein sprudelnder Bach ein Gedicht. Nur Worte ausstossen, Worte bereiten, Worte eingeben und ausschaffen, bewahren und drehen und schöpfen. Aller Geist schwebt über dem B
Daniel Costantino
17. Dez. 20253 Min. Lesezeit
so ist uns ein leben
I so ist uns ein leben sehet ein leben sehet leben sehet do it under lëiben dëihet lëiben dëihet lëiben dëihet umb gedëihet do it ander lieben see you ander lieben see you do it ander lieben lëiben ander lieben see you and mitander under linden ander linden lieben see you onder linden ander lieben linden and the landenstrasse finden landenstrasse finden where the program finden linden where the program finden klick the program finden klick on the program linden volk
Daniel Costantino
3. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Schweizer Humor
Der Schweizer, hört er den Begriff Schweizer Humor, denkt an seinesgleichen dabei. Sicher versteht er Spass! Und wenn er Deutschschweizer ist, stellt er sich diesen Spass nicht auf Französisch vor, mit Esprit. Humor hat mit seinen Schenkeln zu tun. Mindestens dass er sich drauf klopft. Und wenn auch sein inklusiver Reflex gut funktioniert, hängselt er flugs eine Schweizerin an. SchweizerInnenhumor. Ach was, dranhängen, die Schweizerin reicht doch vollkommen! Ganz ungebunden s
Daniel Costantino
26. Nov. 20252 Min. Lesezeit
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